Kiss - geschminkt zum Erfolg
Sie sind bis heute mit über 80 Millionen verkaufter Platten eine der erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte und wussten sich immer perfekt in Szene zu setzen: KISS.
Gründung der Band
Es waren der Grundschullehrer Gene Simmons und der Taxifahrer Stanley Eisen, die 1973 in New York beschlossen, eine Band zu gründen. Da zwei Mitglieder zu wenig waren, suchten Simmons und Eisen per Anzeige im „Rolling Stone Magazine" nach weiteren Mitgliedern. Auf diese Weise kamen Schlagzeuger Peter Criss und Gitarrist Paul Frehley zu KISS. Ihren ersten öffentlichen Auftritt absolvierten KISS im Januar 1973 im Popcorn Club im New Yorker Stadtteil Queens.
Um die Schreibweise des Bandnamens KISS gab es am Anfang viel Wirbel, denn die beiden „S" erinnerten sehr an die „SS" der Nazis. Gene Simmons wehrte sich gegen die Angriffe, er sei schließlich Jude und hätte nie bewusst daran gedacht, Nazi Symbole zu verwenden.
Maskenhaft
1974 starteten KISS ihre erste Tournee durch Kanada, aber nur mit mäßigem Erfolg. Die ersten wirklichen Erfolge hatten KISS mit dem Album „Dressed to Kill" 1975 und mit der Idee, sich in fantastische Kostüme zu hüllen und sich die Gesichter bis zur Unkenntlichkeit zu schminken. Für ihre Bühnenshow ließen sich KISS etwas ganz besonders einfallen.
Frontmann Gene Simmons spuckte effektvoll Blut, welches aus Lebensmittelfarbe und Jogurt bestand, und Gitarrist Paul Frehley ging auf der Bühne scheinbar in Flammen auf. Die spektakuläre Show und das Album „KISS Alive" katapultierte die Band schließlich ganz an die Spitze. Bei einem Konzert 1977 in Japan hatten KISS mehr Zuschauer als die legendären Beatles.
Ohne Maske
1980 änderte die Band ihr Image und legte mit „Unmasked" ein Album vor, das selbst die schärfsten Kritiker der Band überzeugte. 1983 traten sie bei einem Konzert des Musiksenders MTV bei einem Unplugged Auftritt zum ersten Mal ohne Kostüme, Plateauschuhe und Schminke auf. Zur Grammy-Verleihung 1996 kamen KISS noch einmal zusammen und tourten noch einmal durch Deutschland. Vorgruppe waren übrigens „Die Ärzte“.