Madonna - perfekte Selbstinszenierung

Dass sie einmal eine der erfolgreichsten Sängerinnen unserer Zeit werden würde, daran hat die 1958 in Bay City im amerikanischen Bundesstaat Michigan geborene Madonna Louise Ciccone wahrscheinlich nur geträumt. Das ihr Traum letztendlich wahr werden würde, verdankt Madonna den richtigen Leuten, die sie gefördert haben und ihrer perfekten Selbstinszenierung.

Schwerer Anfang

In der Schule war Madonna keine große Leuchte. Freude machten ihr lediglich die Theateraufführungen und die Cheerleader-Mannschaft der High-School. Sie beschloss Tänzerin zu werden und nahm Tanzunterricht. Ihr Lehrer erkannte ihr Talent und nahm sie mit in die Schwulendiscos, wo sie tanzte und ihren ersten Produzenten Christopher Flynn kennen lernte. Mit nur 300 Dollar in der Tasche verließ sie Bay City und landete in New York, wo sie ihren Lebensunterhalt mit kellnern und als Verkäuferin verdiente.

Aufsehen erregte Madonna, als sie Nacktaufnahmen von sich machen ließ und in dessen Folge ihren ersten Plattenvertrag bekam. Das Glück war aber nur von kurzer Dauer, denn nach nur einem Jahr wurde der Vertrag mangels Talent gekündigt. Mit dem Sänger Patrick Hernandez ging Madonna 1979 nach Paris und hoffte dort mehr Erfolg zu haben. Nach einigen Auftritten als Tänzerin in drittklassigen Revuen ging sie sechs Monate später zurück nach New York.

Erste Erfolge

Zurück in New York arbeitet Madonna wieder als Tänzerin und machte Nacktaufnahmen. So wurde der Produzent Seymour Stein auf sie aufmerksam und verschaffte ihr schließlich 1982 einen Plattenvertrag. Ihr 1983 erschienenes Album „Madonna" und die Singleauskopplung „Holiday", schafften es in die Top Ten der amerikanischen Charts. Mit „Like a Virgin" gelang ihr 1984 endgültig der Durchbruch.

Nie sie selbst

Kritiker warfen Madonna immer wieder vor, sie sei eine Art Kunstprodukt, das durch eine geschickte Promotion von ihrem mangelnden Talent ablenken wolle. Dieser Eindruck wird zum Beispiel durch das Video zu „Material Girl" gestärkt, in dem Madonna Marilyn Monroe imitiert. Nach einer Reihe von Filmflops gelang ihr mit „Like a Prayer" durch einen Skandal erneut ein Erfolg.