Die Rolling Stones - Rekordverdächtig

Als sich zwei junge Männer im Oktober 1961 auf einem Bahnsteig in der englischen Provinz trafen, konnten sie nicht ahnen, dass sie ein Stück Musikgeschichte schreiben würden.

Zwei Freunde

Mick Jagger war auf dem Weg nach London, um dort die „School of Economics" zu besuchen und Keith Richards war auf dem gleichen Weg, um am „Sidcup Art College" zu studieren. Auf dem Bahnsteig des Bahnhofs von Dartfort kamen die beiden miteinander ins Gespräch. Richards hatte Jagger einfach angesprochen, weil dieser Platten von Chuck Berry und Muddy Waters dabei hatte. Da beide denselben Musikgeschmack besaßen, beschlossen sie sich öfter zu treffen um Schallplatten zu hören.

Beim Anhören von Platten blieb es nicht lange, denn die beiden beschlossen, selbst Musik zu machen und gründeten die Band „Little Boy Blue and the Blue Boys". Als drittes Mitglied wurde Dick Taylor in die Band aufgenommen und als letzter kam Brian Jones dazu, den Jagger in einem Jazzclub kennen gelernt hatte. Zusammen hatten sie ihren ersten öffentlichen Auftritt. Sie nannten sich nun die Rolling Stones, nach dem Hit „I'am a rollin‘ stone" von Muddy Waters. Als Dick Taylor 1962 die Band verließ, kam Bill Wyman für ihn und als letzter stieß Schlagzeuger Charlie Watts zu den Rolling Stones.

Erfolge und Skandale

„It's all over now", so hieß der erste Nummer eins Hit der Stones 1964 in England und in Deutschland wurden die Rolling Stones nach einer kleinen Tournee mit dem Titel „Paint it Black" erst richtig bekannt. Doch mit dem immer größer werdenden Erfolg gab es auch immer wieder negative Schlagzeilen, vor allem um Frontmann Mick Jagger und Gitarrist Brian Jones. So wurden beide wiederholt wegen des Besitzes von Rauschgift angeklagt und auch verurteilt. 1969 starb Brian Jones unter bis heute ungeklärten Umständen. Die Stones widmeten ihm einen Song, der gleichzeitig einer ihrer größten Erfolge wurde - „Jumpin‘ Jack Flash". Als bestes Album gilt bis heute das 1971 erschienene Album „Sticky Fingers".