US Top 20 - Hits mit Geschichte
Viel länger als die deutschen Charts gibt es schon die amerikanischen Billboard Charts, die US Top 20. Aber nicht nur das unterscheidet die amerikanischen von den deutschen Charts, es gibt noch andere Besonderheiten der amerikanischen Hitparade.
Die Anfänge
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann man in Amerika damit, eine Hitparade einzurichten. Alle Songs, die bei den vielen unterschiedlichen Radiosendern oft gespielt wurden, kamen auf eine Liste und innerhalb einer Woche wurde der Nummer eins Hit gekürt. Das kurbelte die Plattenverkäufe der Künstler natürlich an und so wurden die Charts schnell zu einer beliebten Institution.
Da es aber viele verschiedene Musikrichtungen gab, wurden auch zwangsläufig mehrere Charts eingeführt. Es gab eine Hitparade nur für Country und Western Hits, eine nur für Schlager und eine andere widmete sich nur dem Jazz. Irgendwann kam man, um die Sache zu vereinfachen, auf die Idee, nur noch eine einzige Hitparade zu führen und so entstanden die Billboard Charts, der Gradmesser der amerikanischen Schallplattenindustrie. Die erste Nummer eins der Billboard Charts war übrigens 1958 Ricky Nelson mit dem Song „Poor Little Fool". Die meisten Nummer eins -Platzierungen hatten die Beatles (20), dicht gefolgt von Mariah Carey mit 18 Platzierungen und Michael Jackson, der 13 Mal in den Billboard Charts vertreten war.
Unterschiede
Während sich die deutschen Charts ausschließlich an den Plattenverkäufen der Künstler orientieren, ist in Amerika das Radio ausschlaggebend, die Songs der Künstler sind somit entscheidend und nicht der kommerzielle Erfolg. So kann es in den US Top 20 passieren, dass ein Künstler dort mit zwei Titeln vertreten ist, die beide vom selben Album stammen. Die amerikanischen Billboard Charts haben Verträge mit den vielen Radiosendern in den USA und diese melden regelmäßig, welche Songs sie wie oft gespielt haben. Diese Songs kommen dann in die US Top 20. Passt ein Künstler nicht in das politische Konzept eines Senders, dann wird es nichts mit einer guten Platzierung in den Charts.